Heute Morgen wurde bekannt, dass im AKW Gundremmingen der Block B “vorsorglich” abgeschaltet wurde.
In einer der beiden Niederdruckturbinen sei es zu einem Leistungsabfall gekommen.
Die Turbinen gehörten zum konventionellen Teil des Kraftwerks, es bestehe keinerlei Gefahr durch den Leistungsabfall.
So die Verlautbarungen eines Sprechers des AKW.
Bei einem Leistungsabfall innerhalb eines unter Druck stehenden Leitungssystems ist in den meisten Fällen von einem Leck (einer Undichtigkeit) auszugehen.
Weiterhin ist davon auszugehen, dass das unter Druck stehende Medium(Wasserdampf) in seinem Kreislauf um den Reaktor kontaminiert wurde, so dass bei einem Leck kontaminiertes Material freigegeben wird.
Das so ein Vorfall in Gundremmingen nichts Neues ist, erzählt die Geschichte des Blockes A in Gundremmingen.
An der Stelle möchte ich auf einen nur geringfügig älteren Artikel verweisen:
Der Block A
wurde 1977 durch einen Unfall mit radioaktiven Verseuchungen und Totalschaden stillgelegt.Typ: Siedewasserreaktor
Nennleistung: 237 MW
Inbetriebnahme: 1966
Stilllegung: 1977
Betreibergesellschaft: Kernkraftwerk RWE-Bayernwerk GmbHErnsthafte Unfälle:
1975 starben zwei Arbeiter durch austretenden radioaktiven Dampf.
1977 versagten beide vom AKW wegführenden Stromleitungen, bei der deswegen erforderlichen Reaktordrosselung kam es zum Unfall mit Totalschaden.Der Block B
Der Reaktor B des AKW Gundremmingen ist einer von sechs Siedewasserreaktoren in Deutschland, die trotz der massiven Sicherheitsmängel noch immer laufen. Nach einer Studie des Umweltinstituts München häufen sich um das AKW herum Fälle von Krebs.
das Trackback für den gesamten Artikel: http://masei1202.wordpress.com/2007/12/14/gundremmingen-strahlt/trackback/
Weiterhin bin ich der Meinung, dass in der Presseerklärung bewusst Informationen zurückgehalten werden.
Denn gerade jetzt, wo das AKW Gundremmingen und deren Betreiber immer häufiger in die Schusslinie geraten, werden die herausgegebenen Informationen auf sorgfältigste abgewägt.
servus