Am vorangegangenen Sonntag wurde der Reaktor B im Gundremminger Kernkraftwerk vorsorglich abgeschaltet.
Ein Leistungsabfall in einer Niederdruckturbine bereitete den Betreibern des Kernkraftwerks Sorge.
Dieser Absatz wurde aufgrund einer Fehlinformation editiert.
Wir danken an dieser Stelle Herrn Kiver für die Informationen.
Laut des Pressesprechers Jan Kiver:
„Es besteht für Menschen und Umwelt keine Gefahr „
weiter erklärt Jan Kiver:
Im Kernkraftwerk Gundremmingen habe es noch nie bei einer Turbine eine Leistungsminderung gegeben. Aber auch bei einer Luxuslimousine geht eben mal ein Auspuffrohr kaputt.
Was der Herr Jan Kiver hier so sorglos derherschwafelt, bringt Umweltschützer und besorgte Anwohner schlichtweg auf die Palme.
Zu den Fakten:
Eine undichte Schweißnaht an einer Dampfentnahmeleitung verursacht einen Leistungsabfall um 4 Prozent. Egal wohin hier das Medium entweicht, es ist bei dieser Bauart von Kernkraftwerken -wie sie eigentlich schon längst der Vergangenheit angehören- als kontaminiert zu bezeichnen.
An dieser Stelle wiegelt Jan Kiver ab:
Es handelt sich um ein geschlossenes, also dichtes System
Weiterhin wird bekannt,dass der Vorgang nach Angaben der Kraftwerkbetreiber auch nach Entdeckung der undichten Schweißnaht nicht unter die Meldepflicht fällt.
An dieser Stelle bin ich, und vielleicht auch viele andere, insbesondere das Bundesamt für Strahlenschutz anderer Meinung:
Meldepflichtige Ereignisse in Anlagen zur Spaltung von Kernbrennstoffen in der Bundesrepublik Deutschland
Kriterien für die Anwendung der Meldekategorien
Die meldepflichtigen Ereignisse sind unterschiedlichen Kategorien zugeordnet, die sich wie folgt zusammenfassend charakterisieren lassen:
Kategorie S
(Sofortmeldung – Meldefrist: unverzüglich) Der Kategorie S sind solche Ereignisse zuzuordnen, die der Aufsichtsbehörde sofort gemeldet werden müssen, damit sie gegebenenfalls in kürzester Frist Prüfungen einleiten oder Maßnahmen veranlassen kann. Hierunter fallen auch Ereignisse, die akute sicherheitstechnische Mängel aufzeigen.
Kategorie E
(Eilmeldung – Meldefrist: innerhalb von 24 Stunden) Der Kategorie E sind solche Ereignisse zuzuordnen, die zwar keine Sofortmaßnahmen der Aufsichtsbehörde verlangen, deren Ursache aber aus Sicherheitsgründen geklärt und in angemessener Frist behoben werden muß. Dies sind z.B. Ereignisse, die sicherheitstechnisch potentiell – aber nicht unmittelbar – signifikant sind
Kategorie N
(Normalmeldung – Meldefrist: innerhalb von 5 Tagen) Der Kategorie N sind Ereignisse von untergeordneter sicherheitstechnischer Bedeutung zuzuordnen. Diese Ereignisse gehen im allgemeinen nur wenig über routinemäßige betriebstechnische Ereignisse hinaus. Sie werden erfaßt und ausgewertet, um eventuelle Schwachstellen bereits im Vorfeld zu erkennen.
Kategorie V
(Vor Beladung des Reaktors mit Brennelementen – Meldefrist: innerhalb von10 Tagen) Der Kategorie V sind alle meldepflichtigen Ereignisse während der Errichtung eines Kernkraftwerkes zuzuordnen, über die die Aufsichtsbehörde im Hinblick auf den späteren sicheren Betrieb der Anlage informiert werden muß.
Kategorie N, wäre an dieser Stelle mein persönlicher Favorit.
Leider sind die fünf Tage schon um,
da werd ich doch direkt mal bei der Frau Prof. Blettner anrufen . . . .
Sehr geehrte(r) Autor(in),
bitte woher beziehen Sie die Erkenntnis, dass das Kraftwerk per Notabschaltung heruntergefahren wurde, wenn genau das Gegenteil gemeldet wurde.
Fakt ist, dass das Kraftwerk regulär und ordnungsgemäß vom Netz genommen wurde, die Turbine abgekühlt wurde, um dann in der Turbine die Instandsetzung der beschädigten Schweißnaht vorzunehmen. Auch die Meldepflicht wurde sorgfältigst geprüft. Eine Meldepflicht bestand und besteht nicht. Unsere Informationen sind unter http://www.kkw-gundremmingen.de nachzulesen.
Mit freundlichen Grüßen
Jan Kiver
[...]
>bitte woher beziehen Sie die Erkenntnis, dass das Kraftwerk per
>Notabschaltung …
Sehr geehrter Herr Kiver,
Es handelte sich hierbei um eine Fehlinformation, die wir auf ihren Wunsch hin korrigiert haben.
>[..]
>Auch die Meldepflicht wurde sorgfältigst geprüft. Eine Meldepflicht
>bestand und besteht nicht.
Da scheint es an dieser Stelle grundverschiedene Auslegungen der Verordnung AtSMV, speziell des § 6 und § 8 zu geben.
ZItat:
Der Kategorie N sind Ereignisse von untergeordneter sicherheitstechnischer Bedeutung zuzuordnen. Diese Ereignisse gehen im allgemeinen nur wenig über routinemäßige betriebstechnische Ereignisse hinaus.
Zitat Ende
>Unsere Informationen sind unter http://www.kkw-gundremmingen.de nachzulesen.
Tut mir Leid Herr Kiver,
aber auf diesen Seiten vermisse ich mehr, als ich lesen kann.
Wenn man etwas in der Geschichte des Kraftwerkes Gundremmingen zurückschaut erkennt man sehr schnell, dass die Informationspolitik der Betreiber nur einem Zweck dient:
————–> Zitatkolonne Anfang
Sie spielen mit unserer Sicherheit
26.10.2006
Montagefehler bei sicherheitswichtigen Dübeln im AKW Gundremmingen gefunden
Mit einer mehr verhüllenden als aussagenden Pressemitteilung versuchte das AKW Gundremmingen am Mittwochabend (25.10.06) die Entdeckung eingebauter Fehler in Deutschlands größtem Atomkraftwerk zu bagatellisieren. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die fehlerhaft montierten Dübel vom Typ Hilti HDA-T bei einer starken Belastung der Reaktordampfleitung ausreißen. Ein katastrophaler Unfall wäre dann möglich. Die bisher erfolgten Informationen des AKWs Gundremmingens sind unklar und stehen teilweise im Widerspruch zu ebenfalls bruchstückhaften Aussagen des Bayerischen Umweltministeriums.
http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1017320
Schwere Vorwürfe gegen bayerisches Atomkraftwerk Gundremmingen
20. Juli 2007
[ngo] Der Bund Naturschutz (BN) erhebt schwere Vorwürfe gegen den Betrieb des bayerischen Atomkraftwerks Gundremmingen bei Ulm. „Tricksen und Vertuschen“ sei „die bevorzugte Kommunikationsform“ auch in Bayern. Zentrale Probleme des Reaktorbetriebs seien bis heute nicht aufgeklärt, kritisiert der Vorsitzende des Bund Naturschutz, Hubert Weiger
http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=16362
Auch sei die Havarie des damals noch vergleichsweise neuen Reaktors Gundremmingen A im Januar 1977 nie öffentlich aufgeklärt worden. Stattdessen sei der irreparabel geschädigte Atommeiler drei Jahre später „klammheimlich stillgelegt“ worden.
http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=16362
Kritik an Informationspraktik des AKW-Betreibers Gundremmingen
19. August 2004
Die vorhandenen Probleme im AKW Gundremmingen wurden nach der Salamitaktik erst dann und nur insoweit eingeräumt, wie diese bereits in die Öffentlichkeit durchgesickert seien. Auch Polizei und freiwillige Katastrophenschutzkräfte wurden erst Tage später von den Vorkommnissen im AKW informiert. Mittlerweile ist auf der Homepage der Kernkraftwerk Gundremmingen GmbH eine ungewöhnliche Häufing meldepflichtiger Ereignisse festzustellen. Die Grünen wollen nun die Informationslücken bezüglich des Schadens am Block C des AKW Gundremmingen durch einen umfangreichen Berichtsantrag und eine Anfrage an Umweltminister Schnappauf schließen. Die Atomkraftwerke Gundremmingen gehören zu den älteren Siedewasserreaktoren, die nur über einen Kühlkreislauf betrieben werden. Hier werde also die vor dem Generator sitzende Turbine mit demselben Wasserdampf wie der Reaktorbereich durchströmt. Ein plötzlicher Generatorausfall ist für die Turbine, die unter hochradioaktivem Wasserdampf steht, nicht unproblematisch.
http://www.gruene-fraktion-bayern.de/cms/default/dok/40/40337.htm
AKW-Pannen
20.7.2007
Sowohl das Atomkraftwerk Isar I in Niederbayern als auch die Blöcke B und C in Gundremmingen in Schwaben seien Siede-Reaktoren. Erst im Mai dieses Jahres war laut Naturschutzbund in Gundremmingen ein undichtes Brennelement entdeckt worden, das erst elf Tage später gemeldet und zwei Monate später ausgetauscht wurde. Bei dem Brennelementewechsel im Juli seien dann – ohne weitere eigene Meldung – zwei weitere undichte Elemente hinzugekommen.
http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/AKW-Pannen-Kernenergie-Atomkraft;art122,2343359
———< Zitatkolonne Ende
Die Liste liese sich beinahe unendlich fortsetzten.
servus masei1202
Sorry ich möchte Anonym bleiben,
aber das erklärt mir einiges…
Kam erst jetzt nach auf diesen Blog. Wohnen ca. in 40 Kilometer Entfernung vom KKW Gundremmingen. 2006 Erkrankte unser Sohn an Leukämie. Mit Ihm ca. noch 5 andere Kinder im Umkreis von 50 Kilometer vom KKW. Sind im Dunstkreis, sprich in der Entfernung wo das KKW über seinen Kamin den Mist ablässt.
Erkrankung im Radius, Tendenz steigend,
DANKE Gundremmigen
War gerade auf den Neuen Webseiten vom KKWG
Toll, werben mit dem Spruch:
„wir fühlen uns sicher und gut versorgt“
mit einem Bild von einer jungen Familie mit Kinder
Ganz toll
Der Haupt-Betreiber des KGG Gundremmingen, also die RWE Power AG, wird meinem Erachten nach selbst bei einer Havarie(Strahlungsaustritt/Kontaminierung) die unmittelbar Betroffenen im Unklaren lassen.
Sie auf gut deutsch verrecken lassen, ehe das man ein Problem oder eine Unregelmäßigkeit im Systems veröffentlicht.
Das zeigen einige der weiter oben aufgeführten Zitate.
Beispiellos ist auch der Einsatz von Lobbyisten wie Wolfgang Clement(der im Aufsichtsrat der RWE Power AG tätig ist) die das Ziel verfolgen, die in Zukunft auf Landesebene regierenden Kernkraftgegner Mundtod zu machen.(Der Fall Ypsilanti)
Um den Bogen zu bekommen:
Ich bin in einem totalitärem Regime aufgewachsen.
Mei, was haben uns die Kommunisten verarscht. . .
Ok, sie haben in Wandlitz einen auf Jäger und Trophäensammler gemacht, haben im Intershop ohne Forumschecks was kaufen können etc.
Aber das ist in keinem Falle mit dem zu vergleichen, was in der derzeitigen Gesellschaft(speziell in Deutschland) passiert.
Es stinkt zum Himmel, wenn sich ein Herr Jan Kiver(Pressesprecher KKW Gundremmingen) hinstellen muss, um etwaige Pannen beim Spiel mit dem Feuer als belanglose Autokrankheiten herunterzuspielen.
Jetzt muss ich den Bogen schon wieder bekommen:
http://www.kkw-gundremmingen.de/pic/home/visual.jpg
visual = sichtbar
Strahlung = unsichtbar
alles klar? (visual ist der Dateiname des Bildes)
Das Bild und der Inhalt welchen es transportieren soll, ist bisher die kleinste Lüge die ich entdecken konnte.
Am Ende möchte ich dann doch noch eine Frage aufwerfen.
Allein schon aus dem Aspekt heraus, dass ich mir nicht vorwerfen lassen will alles nur von einer Seite betrachten zu wollen.
Gundremmingen deckt nach meinen Informationen 27% des bayrischen Strombedarfs ab.
Wie ersetzt man so ein Kraftwerk?
So long
haltet die Ohren steif